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09.12.2021

Jetzt handeln und Hindernisse schnell aus dem Weg räumen

Bahnreaktivierung Dombühl – Wilburgstetten jetzt voranbringen

Der Bundestagsabgeordnete Artur Auerhammer, die beiden Landtagsabgeordneten Alfons Brandl und Andreas Schalk sowie Ansbachs Landrat Dr. Jürgen Ludwig und der Dinkelsbühler Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer haben sich darauf verständigt, sehr kurzfristig beim neuen Bundesverkehrsminister Volker Wissing vorstellig zu werden, um die noch von der alten Bundesregierung in Auftrag gegebene Fortschreibung der Standardisierten Bewertung für Bahnprojekte rasch umzusetzen. Diese Bewertung ist auch für die Bahnreaktivierung der Strecke Dombühl – Willburgstetten von großer Bedeutung.

Artur Auernhammer hofft auf eine Umsetzung im ersten Quartal 2022: „Im neuen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz sind noch in der letzten Legislaturperiode erstmalig Reaktivierungsmaßnahmen ausdrücklich als grundsätzlich förderfähig aufgenommen worden. Sie können mit bis zu 90 % der förderfähigen Kosten vom Bund bezuschusst werden, wenn bestimmte Werte in der Standardisierten Bewertung erreicht werden. Ein Entwurf dafür liegt vor, dieser könnte schnell umgesetzt werden.“
 
Landtagsabgeordneter Alfons Brandl zeigt sich zuversichtlich „Die neue Bundesregierung will ihr Hauptaugenmerk auf die Bekämpfung des Klimawandels legen. Da müsste es im besonderem Bundesinteresse liegen, bestimmte Kriterien im Bewertungsverfahren vorhabenspezifisch stärker zu gewichten. Ich nenne hier den Klima- und Umweltschutz, Verkehrsverlagerung oder Aspekte der Daseinsvorsorge.“
Sein Landtagskollege Andreas Schalk ergänzt: „Im Freistaat hat die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer diese Woche ein Papier vorgelegt, dass die Reaktivierung von Bahnstrecken finanziell auf vier neue Säulen setzt. Davon gilt es für unsere Region möglichst viel Nutzen zu ziehen.“  
 
Die Bedeutung der Bahnreaktivierung stellt Landrat Dr. Ludwig heraus: „Für eine Verkehrswende ist eine starke Anbindung des ländlichen Raums an den Schienenverkehr entscheidend. Daher müssen bei der neuen Standardisierten Bewertung in die Berechnungen von Infrastrukturinvestitionen auch zukünftige, vermiedene Klimaschäden berücksichtigt werden.“
 
Oberbürgermeister Dr. Hammer erwartet daher von einer Politik der neuen Bundesregierung, dass sie „Aspekte des Städtebaus und der Raumordnung - wie die Erhaltung und Stärkung der Funktionsfähigkeit der Städte und der Struktur des ländlichen Raumes - mit in ihre Überlegungen für eine erfolgreiche Bahnreaktivierung einplant.“
 
Die CSU-Politiker sind sich einig, dem neuen Bundesverkehrsminister kurzfristig ihre Überlegungen zu der neuen Standardisierten Bewertung darzulegen und in einem Schreiben die schnelle Umsetzung einzufordern, damit die Strecke Dombühl – Wilburgstetten endlich zeitnah umgesetzt werden kann.

Foto: Didgeman | Pixabay.com