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16.09.2022

Holz ist und bleibt ein nachhaltiger und enorm wichtiger Rohstoff

Alfons Brandl zeigt Unverständnis

Der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl kritisiert den Beschluss des Europäischen Parlaments zur Richtlinie über erneuerbare Energien (RED III), die zur Folge hat, dass der Einsatz von Waldholz für die Energiegewinnung auslaufen wird. In diese Kritik zieht er ausdrücklich auch die CSU-Europaparlamentarier:innen mit ein, die für diese Richtlinie gestimmt haben:

„Grundsätzlich richtig ist die Entscheidung des EU-Parlamentes, die Holzverbrennung weiter als nachhaltige Energie einzustufen. Unverständlich aber ist die Entscheidung, die erlaubte Menge auf den Durchschnittsverbrauch der Jahre 2017 bis 2022 zu deckeln und die staatlichen Subventionen zu begrenzen. 
 
Waldholz soll künftig nicht mehr als erneuerbare Energie anerkannt werden. Dem möchte ich klar widersprechen: Waldholz ist eine regenerative Energiequelle, die zur Produktion von beispielsweise Pellets für Heizungen genutzt wird. Langsam gehen uns in Deutschland die Energiequellen aus: Wollen wir nach Kernkraft, Kohle und Gas jetzt auch noch auf Holz als Rohstoff verzichten, obwohl dieser nachhaltig und klimaneutral ist? 
 
Bei Waldholz handelt es sich um Holz aus der Waldpflege oder um Schadhölzer, die für andere Zwecke nahezu nicht verwertbar sind. Wenn dieses Holz nicht energetisch genutzt werden kann, dann verrottet es im Wald. Dabei wird genau die gleiche Menge Kohlendioxid freigesetzt, ohne das man es als Wärmequelle nutzen würde: Für jeden Kubikmeter Brennholz müssen aber alternativ mindestens 150 Liter Heizöl oder 150 Kubikmeter Erdgas verbrannt werden. 
 
Angesichts der aktuellen Energiekrise ist der Beschluss völlig indiskutabel, von der Frage des Klimaschutzes ganz zu schweigen.“
 
 
Bild: Mrdidg | pixabay.com